Montag, 24 Juni 2024

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Störkräfte (Crimpkraftüberwachung)

Crimpkraftueberwachung Störkräfte

Die wesentlichsten Einflüsse (Störkräfte) auf die Messung der Crimpkraft.

Beim Crimpvorgang werden durch die Messung der Crimpkraft auch Kräfte gemessen die durch das eingesetzte Equipment verursacht werden. Eine sehr entscheidende Rolle bei der Festlegung der Toleranzen (2) für die Crimpkraftüberwachung spielt natürlich der Zustand des eingesetzten Equipments.

Die Crimpmaschine:

Kein Lagerspiel, eine saubere und unbeschädigte Werkzeugaufnahme sind hier absolute Grundvoraussetzung. Die Sauberkeit an der Maschine (Keine Trennsteg- und Abisolierreste) wird dabei als Selbstverständlichkeit gesehen. Wichtig ist auch dass sich die Crimpmaschine nicht in sich beim Crimpvorgang verwindet. Alles was die „Leichtgängigkeit“ fördert muss sichergestellt sein: Schmieren und Fetten von Lagern und Führungen. Keine Beschädigungen der Werkzeugaufnahme, etc.

Das Crimpwerkzeug:

Reibung, Lagerspiel und mechanische Abläufe im Crimpwerkzeug werden bei der Crimpkraftmessung mit gemessen. Schon der Unterschied zwischen Werkzeugen mit mechanischem oder pneumatischem Vorschub beeinflussen die gemessenen Kräfte. Auch hier gilt, nur einwandfrei funktionstüchtige Werkzeuge die richtig gewartet sind verringern diese Kräfte.

Der Kontaktvorschub oder die Position des Crimpkontaktes auf dem Amboss

Je nachdem wie genau und vor allem reproduzierbar ein Crimpkontakt auf dem Amboss positioniert wird umso gleichmäßiger rollen die Crimpflanken ein. Verändert sich die Position des Crimpkontaktes auf dem Amboss, verändern sich mit dem Einrollverhalten auch die auftretenden Kräfte die gemessen werden können.

Der Crimpkontakt:

Selbstverständlich muss der Crimpkontakt immer mit der gleichen Qualität hergestellt werden. Schwankungen in der Materialhärte, Materialdicke, den Verformeigenschaften des Materials dürfen nicht vorkommen. Verschleiß in den Stanzwerkzeugen darf zu keinen Veränderungen in der Geometrie (z.B. Gratbildung) führen. Falsche Lagerung der Crimpkontaktspulen, Fehler in der Zuführung an der Crimpmaschine und im Crimpwerkzeug können dazu führen, dass der Crimpkontakt schon auf dem Trägerstreifen mehr oder weniger verdreht ist. Somit verändert sich wieder, unregelmäßig, das Einrollverhalten und somit Streuung der gemessenen Kräfte.

Der Crimpvorgang:

Rollen die Crimpflanken ein, werden die Einzeldrähte im Litzenverbund der Leitung durch die Spitzen der Crimpflanken auf die entstehenden 2 Kammern verteilt. Je nachdem wie stark die Verseilung (Drall) im Litzenverbund ist, lassen sich die Einzeldrähte mehr oder weniger gut verteilen. Ebenso spielt das Einschneiden der Isolation und der Abzug des Isolationsrestes eine Rolle dabei wie die Verseilung vor dem Crimpvorgang ist. Auch das Einlegen der abisolierten Leitung in den Crimpbereich entscheidet mit wie die Verteilung erfolgt. Ist eine der beiden Kammern mehr oder weniger gefüllt verändert sich selbstverständlich auch die gemessene Crimpkraft.

Diese Schwankungen, diese Störkräfte, müssen über die Toleranz bei der Einstellung der Crimpkraftüberwachung aufgefangen werden. Und dabei gilt: Je kleiner diese Störkräfte sind um so mehr kann über die Crimpkraftüberwachung erkannt werden.

Optimales Equipment, optimale Arbeitsbedingungen steigern mit Sicherheit die Möglichkeit dass mehr mit der Crimpkraftüberwachung erkannt werden kann. Nur irgendwann sind die auftretenden Störkräfte so groß, dass eine sichere Erkennung des Kraftabfalls bei einer fehlenden Litze nicht mehr erkannt werden kann.

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Kontakt

Volker Kratt, KabelForum
D-42489 Wülfrath, Zur Löv 15
Tel. +49 (0) 176 – 999 783 78
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